DIE HAUSGESCHICHTE

Seit 1898 im Dienste der Gesundheit

Blick in die Historie

  • 1896

    Beginn

    Die Geburtsstunde der Einrichtung ist eng mit der Novelle zum Krankenversicherungsgesetz von 1892 verknüpft, mit der den Kassen eine Fürsorge für Rekonvaleszenten in Genesungsheimen nahegelegt wurde. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, bemühte sich 1896 die Gemeinsame Ortskrankenkasse in Chemnitz um den Bau einer solchen Heilstätte und suchte dafür einen Platz im Umland der Industriemetropole. Die Wahl fiel auf Grünhain.

  • 1897-1898

    Erste Kuren

    Bereits am 15. Juni 1897 konnte der symbolische Spatenstich für das Genesungsheim erfolgen, das am 24. September 1898 samt einem kleinen Park mit Ziersträuchern, Bäumen und Teich fertiggestellt wurde. In dem Gebäude standen zu Beginn Betten ausschließlich für erholungsuchende Frauen zur Verfügung. Die Kur dauerte vier Wochen. Behandelt wurden insbesondere Blutarmut und Erschöpfungszustände. In den Folgejahren gab es einige Veränderungen im Areal der Einrichtung. So wurde beispielsweise um 1900 eine kleine Gärtnerei errichtet.

  • 1936

    Zweckentfremdung

    Ab 1936 diente das Heim der „Wehrertüchtigung“ meist körperbehinderter Jugendlicher und nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedenen anderen Zwecken.

  • 1948

    Erholung für Kinder

    Kinder zu mehrwöchigen Erholungsaufenthalten zogen erstmals im Jahr 1948 ein. Die ausreichende Ernährung der Mädchen und Jungen zählte dabei zu einer der wichtigsten Aufgaben. Im Laufe der Zeit traten medizinische und pädagogische Aufgaben in den Vordergrund.

  • 1961

    Kurheim für Jugendliche

    Nach recht umfassenden Renovierungs- und Umbaumaßnahmen begann 1961 die Arbeit als „Kurheim für Jugendliche“. Jeweils 55 Jugendliche wurden für drei Wochen lang betreut. Dazu zählten die körperliche Kräftigung, das Erlernen von Grundsätzen einer gesunden Lebensweise und die Befähigung, die Freizeit mit sinnvoller Beschäftigung auszufüllen.

  • 1991

    Mutter-/Vater-Kind-Kuren

    Seit 1991 sind in Grünhain auch Mutter-/Vater-Kind-Kuren möglich.

  • 1993

    Umfassende Sanierung

    Im März 1993 wurde das Kurhaus der Arbeiterwohlfahrt Südsachsen gGmbH übergeben, bevor im Sommer 1994 eine umfassende Sanierung begann. Mit dem 100-jährigen Bestehen des Hauses erlangte der bauliche Zustand der Klinik eine wesentlich neue Qualität. Während der Altbau grundlegend modernisiert wurde, entstanden ein neues Kurmittelhaus mit Physiotherapie und großem Bewegungsbad sowie weitere Appartements und ein Bereich für die Kinderbetreuung.

  • 1998

    Anerkanntes Kurhaus des MGW

    Seit 1998 ist das Kurhaus vom Deutschen Müttergenesungswerk anerkannt.

  • 2009

    Interaktionsspielplatz

    Im Jahr 2009 erhielt die Klinik im Parkgelände einen großen Interaktionsspielplatz.

  • 2014

    Tag der Sachsen

    Beteiligung am „Tag der Sachsen“, der in Großenhain stattfand und fast 265.000 Besuchende verzeichnete. Für das Unternehmen und die Einrichtung war das eine gute Gelegenheit, sich mit verschiedenen Aktionen zu präsentieren.

  • 2015

    Vorsorgeklinik

    Umbenennung der Einrichtung in Mutter-/Vater-Kind-Vorsorgeklinik, denn seit Januar 2015 können in Grünhain auch Väter und ihre Kinder eine Vorsorgemaßnahme nach einem qualitätsgeprüftem Konzept durchführen. Die erste Maßnahme hatte am 27. Januar 2015 Premiere. Im gleichen Jahr erfolgten weitere umfangreiche Sanierungen und Modernisierungen. Sie beinhalteten die Erneuerung der gesamten Badewassertechnik und die Sanierung der historischen Holzbalkone und des Dachgebälkes.

  • 2016

    Qualitätssiegel

    Die Vorsorgeklinik wurde 2016 gleich zweimal für ihre Qualität gewürdigt. Das Gesundheitszentrum erhielt das Qualitätssiegel des Deutschen Müttergenesungswerkes und das Gütesiegel Servicequalität Sachsen vom Landestourismusverband verliehen. Im gleichen Jahr fanden weitere bauliche Veränderungen statt. Hierzu zählten unter anderem der Einbau einer modernen Lehrküche, die Umgestaltung des Eingangsbereiches im Altbau und die Verschönerung des Speisesaals.

    Von der Qualität der Vorsorgeklinik überzeugte sich Ende 2016 Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Joachim Gauck und Schirmherrin des Deutschen Müttergenesungswerkes. Der Schwerpunkt ihres fast dreistündigen Aufenthaltes lag auf dem Vater-Kind-Kurkonzept. Für Daniela Schadt war das eine Premiere, denn als Schirmherrin des Deutschen Müttergenesungswerkes hatte sie sich bislang noch in keiner Vorsorgeklinik über eine solche Maßnahme überzeugen können.

  • 2017

    Lob und Anerkennung

    Im August 2017 besuchte Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch im Rahmen der Aktion „Perspektivwechsel“ die Vorsorgeklinik. Während ihrer Stippvisite kam sie mit Patientinnen der Klinik ins Gespräch. Sie lobte die verantwortungsvolle Klinik-Arbeit der Klinik und betonte, dass Mutter-/Vater-Kind-Kuren für Familien und die Gesellschaft immer wichtiger werden.

    Dass die Kurklinik qualitativ gut aufgestellt ist, zeigte das erfolgreiche Ergebnis des QS-Reha®-Verfahrens der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung, welches in den Jahren 2015 bis 2017 durchgeführt wurde. Die umfangreichen Analysen des Qualitätssicherungsverfahrens bescheinigten der Vorsorgeklinik in gleich mehreren Punkten ein überdurchschnittliches Ergebnis – auch in Bezug auf Referenzeinrichtungen.

  • 2018

    120 Jahre Hausgeschichte

    Aus Anlass der mittlerweile 120-jährigen Hausgeschichte veranstaltete das AWO Gesundheitszentrum am Spiegelwald im Juni eine Festwoche mit gleich mehreren Höhepunkten. Dazu gehörte eine Festveranstaltung samt Fachtagung, der zahlreiche Gäste folgten, zu denen unter anderem Vertreter der Arbeiterwohlfahrt, Partner aus der Politik und dem Gesundheitswesen, Mitarbeiter*innen der Kur-Einrichtung und langjährige Wegbegleiter zählten.